REVIEW: Krisenvorsorge, Krisenszenarien, Krisenplanung

Der Prepping Plan, in einer Krise planlos zu sein, ist das Schlimmste. Bei der Krisenvorsorge steht nicht an erster Stelle, möglichst viel Vorräte  anzuhäufen oder sich zu bewaffnen sondern Pläne für Notfälle und Krisensituationen zu machen. Auf Basis dieser Pläne werden dann die Vorbereitungen getroffen. Es ist aber gar nicht so einfach, schnell mal eben einen Notfallplan für alles und jeden zu schreiben. Notfallszenarien gibt es mehr, als man sich vorstellen kann. Deswegen gelten zuerst die grundsätzlichen Überlegungen: 

  1. Wie sind meine Gegebenheiten vor Ort?
  2. Welche Personen muss ich mit einbeziehen?
  3. Was kann mich am wahrscheinlichsten treffen?
  4. Wie kann ich mich bestmöglich darauf vorbereiten?
  5. Wie weit will ich eine Notfallversorgung aufbauen?
  6. Welche Dinge habe ich hier immer ausreichend auf Vorrat?
  7. Kommt für mich letztendlich auch ein Verlassen meines Heims infrage?

Es müssen nicht immer Krieg oder terroristische Anschläge als Notfallszenario angenommen werden. Schon ganz normale Situationen, wie sie uns heutzutage jederzeit treffen könnten, können zu ungeahnten Engpässen führen, zum Beispiel:  

  • Stromausfall
  • Wasserausfall
  • Wasserschaden
  • Brand
  • Feinstaubbelastung zu hoch
  • Chemieunfall, Rauchwolke
  • Reaktorkernschmelze

Es kann unterschiedliche Auslöser für eine Krise geben. Die Dauer der Krise entscheidet darüber, wie verheerend sie sich auswirkt. Bei der Krisenvorsorge stellt sich daher die Frage: Was ist möglich? Befindet sich dein Lebensmittelpunkt an der portugiesischen Westküste, so ist es sehr unwahrscheinlich, dass dich die Auswirkungen eines AKWGAU betreffen könnten. Je nach geographischer Lage werden dich die Auswirkungen eines Chemieunfalls noch nicht einmal im Ansatz streifen. Wohnst du eher in einem ländlichen Gebiet, so dauert es vielleicht entsprechend länger, bis dich eine Lebensmittelknappheit direkt betrifft. Wichtig ist zuerst einmal, dass man alle möglichen Begebenheiten in Betracht zieht, die auf den Aufenthaltsort zutreffen könnten, zum Beispiel eine Situations-Analyse (bei der Erstellung von Notfallplänen sind folgende Punkte einzubeziehen):  

  • Topografische Gegebenheiten
  • Verbindungswege, Transportmöglichkeiten, Wasserwege
  • Allgemeine Windrichtung, durchschnittliche Wetterlage
  • Schutzräume, Unterschlupfmöglichkeiten
  • Verwandte, Freunde
  • Verbindungs- und Kontaktmöglichkeiten
  • Wasserstellen

Versorgungsmöglichkeiten (Lager, Discounter, Apotheke, Krankenhäuser, Tankstellen etc.)

Dabei sind sowohl die Begebenheiten für den Wohnort wie für den Aufenthaltsort (Arbeit, Urlaub) zu berücksichtigen. Man sollte die wahrscheinlichsten Situationen auswählen und danach Entscheidungen für die Vorsorge treffen.

KRISEN– UND VORSORGE-PYRAMIDE

Krisen lassen sich für die Planung in verschiedenen Kategorien einordnen, die sich in der sogenannten Krisen-Pyramide darstellen lassen.

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Wir haben als unterste und stabilste Grundlage die momentane Vollversorgungszeit (VVZ). Darüber sitzt die Kurzzeitkrise mit zwei bis fünf Tagen Ausfallzeit. Zieht sich Kurzzeitkrise weiter hin, so spricht man von einer Mittelzeitkrise, die bis zu fünf Wochen andauern kann. Eine Mittelzeitkrise ist in Großstädten wohl kaum ohne schwere Ausschreitungen und einen rasanten Anstieg der Kriminalität zu überstehen. Die Krönung der Krisen stellt eine Langzeitkrise mit einer voraussichtlichen Dauer von zwei und mehreren Monaten dar. Hier kann man davon ausgehen, dass danach ein Leben wie vor der Krise nicht mehr möglich ist. Eine globale, alles verändernde Krise soll hier außen vor gelassen werden. Auf eine Krise dieser Dimension kann man sich nicht ausreichend vorbereiten. Auch die beste Vorbereitung kann unter solchen Umständen nicht mehr als eine Tropfen auf dem heißen Stein sein.

NORMALE VOLLVERSORGUNGSZEIT: Auch im normalen Alltag kann es zu kleinen Notfällen kommen. Dafür sollte man als mindeste Vorsorgeeinrichtung, wie es unter Preppern heißt, ein sogenanntes Hab-und-Gut-Päckchen (HUGP) bereitmachen, das Kopien der allerwichtigsten Unterlagen enthält. Niemand ist absolut sicher von einem Wasserschaden oder einem Brand. Die Wiederherstellung aller Daten kann dann unglaublich zeitintensiv und kräfteraubend sein. Ein HUGP vereinfacht wenigstens hier das Leben: Ein schneller Zugang zur Krankenversorgung sowie die Rekonstruktion und Wiederherstellung von Unterlagen und Qualifikationen ist so leicht möglich.

KURZZEITKRISE: Darunter fallen Stromausfälle, Wasserausfälle, Evakuierungen aufgrund des Funds einer Fliegerbombe oder eines Gasleitungslecks, Schneechaos-Wochenenden, keine Logistik Engpässe. Es gibt undenkbar viele Situationen, in denen man sein Heim für einige Zeit verlassen können muss. Solche Krisen sind zeitlich begrenzt, danach gibt es eine Rückkehr zur Normalität. Das HUGP sollte man bereit halten, dazu noch:  

  • Mini-Notversorgung zu Hause
  • Mini-Sicherheitsrucksack
  • evtl. ABC-Box

Diese drei Dinge sollte man in jedem Fall rechtzeitig zusammenstellen, denn eine behördliche Evakuierung wird nicht lange vorher angekündigt. Sogar das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sagt: ,,Wenn Sie und Ihre Familie evakuiert werden müssen, können Sie nicht erst beginnen, Ihr Notgepäck zu packen!“ Für Kurzzeitkrisen, in denen man das Heim nicht verlassen muss, braucht man zumindest die Mini-Notversorgung zu Hause. Damit kommt man drei Tage -mit Engpass bis zu fünf Tage- zurecht. Spezielle Vorsorgeschritte wie etwa Verdunkelung sind bis hierher normalerweise noch nicht erforderlich, außer der ganze Stadt-/Ortsteil ist von absoluter Dunkelheit bedroht (dann steigt auch die Gefahr von Gewaltverbrechen). In solch einem Fall ist auch auf Tarnung und Verteidigung zu achten. Muss man das Heim für kurze Zeit verlassen (Evakuierung, Schaden im/am Heim), so braucht man einen Mini-Sicherheitsrucksack. Er sollte immer griffbereit und fertig zum Abmarsch sein.

MITTELZEITKRISE: Eine Krise mit einem zwischen drei und fünf Wochen dauernder Ausfall der gesamten Logistik. Ein Warennachschub ist ausgeschlossen, Strom und Wasser sind in dieser Zeit eventuell nicht zu erhalten. Der Handel wird nicht mit Nachschub versorgt, das Tauschgeschäft blüht. Wir definieren sechs Merkmale, die unser zivilisiertes Leben normalerweise sicherstellen: Wasser, Nahrung, Heizung, Strom, Müllabfuhr und Kanalisation. Fällt eines dieser sechs Merkmale aus, so können wir das in der Regel durch entsprechende Maßnahmen kompensieren. Fallen zwei Merkmale aus, so sprechen wir schon von einer Krise, fallen drei Merkmale aus, stellt das eine schwere Krise dar. Das private Vermögen beruht dann für eine gewisse Zeit auf gebunkerten Waren, Edelmetallen und persönlichen Fertigkeiten. Grundsätzlich gilt immer, dass man niemals zu viel zeigen sollte da andere die nichts haben, werden deine Sachen eventuell auch haben wollen. Verbrechen, Vandalismus und Diebstahl liegen sehr nahe und nehmen stark zu., und die Polizei ist vermutlich längst nicht mehr Herr der Lage. In einer solchen Krise sind die diese Vorsorgeeinrichtungen nötig:  

  • Voll-Notversorgung zu Hause
  • Tarnung nach Bedarf
  • Verteidigung nach Bedarf
  • Voll-Sicherheitsrucksack, falls das Verlassen des Heims erforderlich ist
  • evtl. ABC-Box

LANGZEITKRISE: Bei einer länger andauernden Krise ist eine Rückkehr zur Normalität, wie wir sie heute kennen, vermutlich nicht möglich – zum Beispiel bei einem Krieg. Der Handel ist ausgesetzt, das Geld ist wertlos, Tauschgeschäfte bestimmen den Handel. Bis eine neue Währung etabliert ist, vergehen Wochen bis Monate. In einer solchen Situation sind die bisher genannten Vorsorgemaßnahmen in jedem Fall einzuhalten. Das persönliche Vermögen beruht auf den gebunkerten Waren und den individuellen Fertigkeiten. Wieder gilt: Zeige niemals zu viel – andere werde versuchen, dir deine Sachen wegzunehmen. Sei immer bereit, dich, deine Lieben und dein Vermögen (Haus, Hof, Lebensmittel, Edelmetalle) mit allem, was dir zur Verfügung steht, zu verteidigen. Außerdem sollte man sich jederzeit Fluchtwege und Möglichkeiten offen halten. In einer Langzeitkrise braucht man in jedem Fall:  

  • Voll-Notversorgung zu Hause
  • Tarnung
  • Verteidigung
  • Voll-Sicherheitsrucksack, falls das Verlassen des Heim erforderlich ist
  • evtl. ABC-Box
  • evtl. Depots auf dem Weg ins Fluchtdomizil/Fluchtziel
  • evtl. Fluchtdomizil/Fluchtziel

DER SICHERE ORT: Die bisher genannten Vorsorgeeinrichtungen bauen aufeinander auf und können als Pyramide dargestellt werden. Bevor man die zweite Stufe erklimmt, musst man zuerst die erste Stufe gesichert haben und so weiter.  An oberster Stufe steht der ,,sichere Ort“(SO), der einer bestimmten Anzahl von Personen Sicherheit bietet. Ein SO kann überall eingerichtet werden, muss aber verschiedene Kriterien erfüllen:  

  • ausreichend Platz (ca. 10 qm pro Person)
  • Lagermöglichkeiten für Wasser, Nahrung, Transportmittel und Material
  • Möglichkeit der Abschottung
  • Möglichkeit der Tarnung (Unsichtbarmachnung)
  • Möglichkeit der Verteidigung
  • Vorhandene Fluchtwege
  • Uneinsehbarkeit von außen
  • Unterteilbarkeit in Sicherheitszonen

Je weiter ein SO außerhalb der direkten Zugriffs- und Sichtzone liegt, umso sicherer kann er angesehen werden. Es ist nicht immer möglich, einen SO mit eigener autarker Stromversorgung und autarker Wasserversorgung zu erstellen, obwohl das das Optimum wäre. Es ist auch nicht jedem möglich, sich gleich ein Anwesen auf dem Land zu kaufen und es zu unterhalten, um seinen persönlichen SO zu realisieren. Eine Lösung kann sein, sich einem Prepper Netzwerk anzuschließen. Außer bei Evakuierung, Verstrahlung oder Verseuchung hat die Selbstversorgung zu Hause Priorität. Dennoch kann es passieren, dass man das eigene Heim verlassen muss. In diesem Fall bringt einen sinnloses Herumirren in verschiedene Richtungen nicht weiter – man braucht einen Fluchtplan.

Am Ende gilt: Wichtig ist, für möglichst viele Notfälle einen Plan zu haben und wir haben für Euch bei uns im survival-tacgear Shop die passende Ausrüstung dafür.

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